Gesundheit im Wahljahr – Prioritäten setzen

In seiner Kolumne erklärt Dr. Jens Baas, Vorsitzender des Vorstands der TK, welche Herausforderungen auf das Gesundheitssystem zukünftig zukommen.

Lesezeit 1 Minute Lesezeit


In seiner Kolumne erklärt Dr. Jens Baas, Vorsitzender des Vorstands der TK, welche Herausforderungen auf das Gesundheitssystem zukünftig zukommen.

Dr. Jens Baas

ist Vorsitzender des Vorstands der TK. In dieser Funktion ist der promovierte Arzt für die Unternehmensbereiche Marke und Marketing, Finanzen und Controlling, Informationstechnologie, Unternehmensentwicklung, Politik und Kommunikation sowie Verwaltungsrat und Vorstand verantwortlich.

esundheit zählt – das ist ein ebenso einfaches wie zentrales Fazit aus der Pandemie, die uns alle seit März 2020 in Atem hält. Dieses Fazit bedeutet auch, dass wir unser Gesundheitssystem so aufstellen müssen, dass es angesichts künftiger Herausforderungen nicht nur bestehen kann, sondern weiterhin den weltweiten Vergleich nicht zu scheuen braucht. In Sachen Gesundheit ist im Wahljahr 2021 die Politik also gefragt wie lange nicht mehr.

In der auslaufenden Legislaturperiode wurden vor allem beim Thema Digitalisierung schon viele Impulse gesetzt. Hier darf eine zukünftige Gesundheitspolitik nicht nachlassen, sondern muss das Begonnene konsequent fortsetzen und dafür sorgen, dass sinnvoll vernetzte, belastbare Strukturen entstehen, von denen alle Menschen in Deutschland profitieren. Nicht zuletzt die Pandemie hat gezeigt, wie entscheidend funktionierende digitale Prozesse sind.

„Gleichsam entscheidend wird sein, die Finanzierung unseres Gesundheitssystems zukunftssicher aufzustellen.“

Dr. Jens Baas

Gleichsam entscheidend wird sein, die Finanzierung unseres Gesundheitssystems zukunftssicher aufzustellen. Das gelingt nur, wenn wir systematisch Effizienzreserven heben, von denen unser Gesundheitswesen noch immer viel zu viele aufweist. Außerdem bedarf es echter Strukturreformen, die etwa dafür sorgen, dass unsere Krankenhauslandschaft bedarfsgerechter und qualitätsorientierter gestaltet wird. Für die Politik gibt es also viel zu tun in den kommenden Jahren.

 

Das gilt auch für uns, denn wir als TK haben den Anspruch, die Versorgung unserer mehr als 10,7 Millionen Versicherten mitzugestalten und weiterzuentwickeln. Deshalb bringen wir uns als Impulsgeber aktiv ein: Unsere gesundheitspolitischen Forderungen zeigen einerseits, wo konkreter politischer Handlungsbedarf besteht. Sie eröffnen andererseits eine Perspektive auf ein noch besseres Gesundheitssystem, das nicht nur innovativ und nachhaltig finanziert, sondern auch effizient organisiert ist und die Patientinnen und Patienten in den Mittelpunkt stellt.