Gestartet, um abzuheben

Die ePA ermöglicht es Versicherten ihre Daten zentral zu managen und setzt damit den ersten Schritt in Richtung digitalisiertes Gesundheitswesen.

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m 1. Januar 2021 ist die elektronische Patientenakte (ePA) bundesweit gestartet. TK-Versicherte kennen die Akte schon seit Mai 2019. Denn der digitale Datentresor TK-Safe ermöglicht es  Versicherten bereits seit über zwei Jahren, ihre Gesundheits- und Krankheitsdaten strukturiert und übersichtlich an einem Ort zu speichern und zu managen.

„Unsere Versicherten profitieren davon, dass wir seit 2016 Know-how in der Entwicklung der elektronischen Patientenakte sammeln konnten“, sagt Sandra Hoyer, Projektleiterin von TK-Safe. „Die Herausforderung besteht darin, die hohen Datenschutzbestimmungen zu vereinbaren mit einer intuitiven Bedienung, wie Nutzerinnen und Nutzer sie von kommerziellen Apps gewohnt sind.“ Dass das gelungen ist, zeigt die positive Resonanz: Bereits in den ersten drei Monaten hat TK-Safe die Marke der 100.000 Nutzerinnen und Nutzer geknackt.

Klar ist: Der Start der ePA ist nur der allererste Schritt auf der Reise in ein digitalisiertes Gesundheitswesen. Jetzt beginnt erst die eigentliche Entwicklung der Akte. Das Fundament der ePA auf Seiten der Krankenkassen ist gesetzt. Die ePA kann jedoch erst das volle Potenzial für die medizinische Behandlung von Patientinnen und Patienten entfalten, wenn alle anderen Akteure im Gesundheitswesen sich anschließen: Arztpraxen, Krankenhäuser, Apotheken, Therapeutinnen – alle, die in die Behandlung von Patientinnen und Patienten involviert sind.

Sandra Hoyer

ist studierte Diplomkauffrau und verantwortet seit Anfang 2020 die Entwicklung und Bereitstellung der elektronischen Patientenakte „TK-Safe“ der Techniker Krankenkasse. Zuvor war sie schon bei Philips und der Telekom für die Umsetzung digitaler Projekte verantwortlich.

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der TK-Safe-Nutzerinnen und -Nutzer sind zwischen 26 und 59 Jahre alt. 15 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer sind älter als 60 Jahre. (Stand: Februar 2021)

28 Prozent der Nutzer der elektronischen Patientenakte "TK-Safe" sind zwischen 26-35 Jahren. Nur 4 Prozent der Nutzer sind 70 Jahre oder älter.

Gesundheit weiterdenken

Das Ziel ist, dass Versicherte ihre Gesundheit in Zukunft genauso komfortabel am Smartphone regeln können wie Einkaufen oder Banking. Für den Erfolg der ePA ist es deshalb wichtig, vorauszuschauen, die technischen Schnittstellen für die Anbindung weiterer Services zu schaffen und die Funktionen für die Versicherten Schritt für Schritt weiter auszubauen. „Wir arbeiten daran, dass die ePA das zentrale Gesundheitstool für unsere Versicherten wird. Arzttermine vorbereiten, Medikationspläne erstellen und automatisiert Wechselwirkungen und Unverträglichkeiten anzeigen lassen, aber auch der digitale Impfpass mit individuellen Impfempfehlungen – das soll zukünftig alles über eine App laufen“, so Hoyer.