Kommunikation ist das A und O

Wie sich der TK-Verwaltungsrat unter Pandemiebedingungen für die Versicherten einsetzt.

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Der ehrenamtliche TK-Verwaltungsrat ist das höchste Entscheidungsgremium des Unternehmens. Im Interview berichten seine alternierenden Vorsitzenden Dominik Kruchen und Dieter F. Märtens, wie sich diese zentrale Instanz unter Pandemiebedingungen für die Beitragszahlerinnen und Beitragszahler eingesetzt hat.

Dominik Kruchen

ist alternierender Vorsitzender des TK-Verwaltungsrats und Arbeitgebervertreter. Der Zahntechnikermeister ist zudem in weiteren Ehrenämtern engagiert, unter anderem als Landesinnungsmeister Nordrhein-Westfalen. Der Düsseldorfer ist bereits seit 2009 Mitglied des Verwaltungsrats der TK.

Dieter F. Märtens

ist alternierender Vorsitzender des TK-Verwaltungsrats und Versichertenvertreter. Darüber hinaus engagiert sich der Träger des Bundesverdienstkreuzes ehrenamtlich in zahlreichen weiteren Gremien in der Sozialversicherung. In der Selbstverwaltung der Krankenkassen ist er seit 1974 tätig. 

Corona hat in vielen Bereichen den Alltag verändert. Wie haben Sie sichergestellt, sich auch in dieser Zeit im Sinne der Beitragszahlerinnen und Beitragszahler einzusetzen?

Dominik Kruchen Wir mussten schnell arbeitsfähig sein. Von unseren Entscheidungen hängt in der TK ja viel ab und die erste Pandemiewelle erreichte Deutschland kurz vor unserer Frühjahrssitzung. Eine Versammlung mit Menschen aus ganz Deutschland kam natürlich nicht in Frage, also haben wir kurzfristig ein schriftliches Abstimmungsverfahren genutzt.

Dieter F. Märtens Dabei sind die Sitzungen nur die Spitze des Eisbergs, die meiste Arbeit passiert hinter den Kulissen, in den Vorbesprechungen und Ausschusssitzungen. In unserer Arbeit ist Kommunikation das A und O. Wir sprechen in den Fraktionen, zwischen Arbeitgebern und Versicherten, mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der TK, mit der Politik oder Selbstverwalterinnen und Selbstverwaltern auf Verbandsebene. Das passiert jetzt häufig telefonisch oder digital.

Wie lief diese Alltagsarbeit in der Selbstverwaltung ab?

Kruchen Unsere Sitzungen fanden teilweise als „Hybridsitzungen“ mit schriftlicher Abstimmung statt. Dabei nahm ein Teil der Mitglieder unter entsprechenden Hygieneauflagen vor Ort teil, soweit das noch möglich war, andere schalteten sich digital zu. Die Arbeit in den Ausschüssen haben wir ebenfalls ins Digitale verlegt. Das klappte nach einer kurzen Eingewöhnungszeit sehr gut und wir konnten uns regelmäßig beraten und austauschen.

Märtens Das gilt auch für die Widerspruchsausschüsse. Hier hat der Gesetzgeber ermöglicht, dass die Ausschussmitglieder ebenfalls schriftlich abstimmen können. Inhaltlich beraten wurden die einzelnen Fälle digital.

Was haben Sie in dieser Zeit konkret für die TK-Versicherten erreicht?

Märtens Wir haben – trotz der Umstände – neue Leistungen in die Satzung aufgenommen, in den Bereichen digitale Vorsorge und digitale Gesundheitskompetenz. Beides wurde durch die Pandemie noch relevanter als zuvor. Der Alltag von vielen unserer Versicherten wurde durch die besondere Situation deutlich digitaler – auch im Bereich Gesundheit.

Kruchen Zudem hat uns das Thema Finanzen im Jahr 2020 intensiver beschäftigt als sonst. Wir haben hier im Sinne der Beitragszahlerinnen und Beitragszahler dagegen gekämpft, dass die Finanzierungslücke in der GKV allein auf deren Rücken ausgetragen wird. Darüber hinaus haben wir den Jahresabschluss 2019 abgenommen und den Haushalt für 2021 verabschiedet.